„Die Nacht ist vorgedrungen“ von Doris Gercke

Hinsehen, wenn niemand wissen will

Ein spannender Krimi im Journalisten Milieu

von unserer Gängster – Chefin Astrid Kohrs gelesen

Aufnahme und Regie: Martin Freitag

Pressestimmen

»Gercke verzichtet auf kriminalistischen Schnickschnack: Tathergang, Spurensicherung, Ermittlungsprozeduren, das alles ist ihr schnuppe. Sie erzählt von Verbrechen, für die es politische Verantwortlichkeiten gibt und vor denen die Gesellschaft ihre Augen verschließt. Nichts wird aufgelöst. Vieles wird nur angerissen. Vieles bleibt Verdacht.« Freitag Krimispezial

»Schnörkellos durch Jahrzehnte voller Lügen … Ein irritierend gutes Buch, das, obwohl so etwas von geradeaus erzählt, längst nicht alles aufklärt. Dafür aber vieles offenlegt.« Badische Zeitung

Die Story

Die Berichterstatterin wahrt gern ein wenig Distanz. Erst der plötzliche Tod eines Fotojournalisten verlangt ihr eine intimere Rückschau ab. Sie durchforstet ihre Erinnerung, rekapituliert die gemeinsamen Taten. Ganz klar ist sein Tod ein Mord. Nur wer profitiert davon? Und will sie dieses Gelände wirklich betreten?

Karla Böhm fischt im Netz ihres Lebens und sichtet das Inventar ihrer Bekanntschaft mit Franz alias Heiner Kugler. Sie  waren mal ein gefragtes Text-und-Bild-Team. Erlebten dann den Niedergang des investigativen Qualitätsjournalismus, ohne sich korrumpieren zu lassen. Oder war das bloß Augenwischerei? Nach dem Ende des Kalten Krieges fuhren sie wissbegierig nach Moskau, stießen dort auf Muster, die sich andernorts wiederholten. Die sich immer noch wiederholen. Aber was nützt hinsehen, wenn niemand wissen will?

Doris Gercke, nüchterne und schonungslose Chronistin im Spannungsgenre, fräst sich hier durch die letzten Jahrzehnte und fängt wie nebenbei Schieflagen und Lügen ein, die bis heute unsere Wahrnehmung von West und Ost, Männern und Frauen, Sieg und Niederlage, Vergangenheit und Gegenwart färben.

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Die Autorin

Doris Gercke, 1937 in Greifswald geboren, lebte schon mehrere ­Leben (Tochter einer Arbeiter­familie, Beamtin, Hausfrau und Mutter, Begabtenabiturientin und Jura­studentin), ehe sie sich ab 1988 der politischen Kriminalliteratur ­zuwandte. Als Schöpferin einer international berühmten unan­gepassten Ermittlerin schrieb sie Literaturgeschichte, beließ es aber nicht dabei. Sie verfasste zahlreiche weitere Geschichten und Romane, sägte mit ihrem düsteren kritischen Realismus an der Erzählhoheit im Genre. »Für mich ist Krimi eine Kunstform. Kunst hat etwas mit ­Abbildung von Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit zu tun. Je wahrhaftiger ein Krimi ist, desto besser finde ich ihn.« Doris Gercke lebt in Hamburg.

MartinaBleuler

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