unsere Krimis

Landnahme

Sara Paretsky

Sprecherin: Agnes Regan

Aufnahme und Regie: Martin Freiatg

Schnitt: Konstantin Schultz

Dauer: 15 h

Chicago, Moloch am Lake Michigan, Hochburg der Wirtschafts­wissen­schaften: Hier ist Warshawski auf­gewachsen, in einem Stadtteil mit Sozialwohnblocks und kleinen Einfamilienhäusern, Industrie- und Gewerbezonen, hoher Kriminalitätsrate, neuerdings gentrifiziert. Die Gemüter sind erhitzt, denn ein Landgewinnungsprojekt am Seeufer soll zügig durchgewunken werden, doch in den Augen mancher Anwohner stinkt die Sache nach dicken Investoren und gekauften Politikern. Als Wirtschaftsermittlerin kennt Warshawski ihr Chicago: Geld wandert von Hand zu Hand, und schon am nächsten Tag sind Gebäude und Parks dem neusten Milliardenprojekt gewichen. Aber was hat die verwirrte Obdachlose damit zu tun, die ihrem Plastikpiano so grandiose Melodien entlockt? Und warum ist sie plötzlich verschwunden, als man im Park eine Leiche findet?

Die Autorin

Sara Paretsky, eine der renommiertesten Krimiautorinnen weltweit. Sie begann Anfang der 1980er Jahre, den Detektivroman mit starken Frauen zu bevölkern. Ihre Krimis um Privatdetektivin Vic Warshawski wurden Weltbestseller, mit zahllosen Preisen geehrt und in 30 Ländern verlegt. Sara Paretsky gehört zu den Gründerinnen des internationalen Netzwerks Sisters in Crime, engagiert sich gegen Sexismus und Rassismus und bloggt kritisch zur lokalen und US-Politik. Sie lebt in Chicago, dessen Straßen auch das angestammte Pflaster ihrer wehrhaft alternden Ermittlerin sind.

Geisternächte

André Mumot

SprecherIn: Patricia Schäfer und André Mumot

Aufnahme und Regie: Martin Freitag 

Schnitt: Konstantin Schultz

Dauer: 11:46

Die Berliner Schauspielerin Kathi Bechstein verdient mit spiritistischen Sitzungen gutes Geld - auch wenn sie noch nie einen Geist gesehen hat.
Ihr Leben nimmt eine jähe Wendung, als die zehnjährige Sophie bei ihr auftaucht und ihr einen ganz besonderen Auftrag erteilt: Kathi soll mit Sophies ermordetem Bruder in Kontakt treten. Es eilt.
Was wie ein Spiel beginnt, wird bald schon bitterer Ernst. Unversehens geraten das falsche Medium und das Mädchen mit dem Glasauge in einen Strudel bedrohlicher Ereignisse - und holen Geheimnisse ans Tageslicht, die besser verborgen geblieben wären.

Ein doppelbödiger literarischer Spannungsroman, fiebrig, poetisch und verblüffend

Patricia Schäfer

Schauspielerin

Patricia Schäfer studierte Schauspiel an der Otto-Falckenberg Schule in München. Nach Engagements an den Münchner Kammerspielen, dem Prinzregenten Theater und 
dem Staatstheater Wiesbaden, begann sie auch fürs Fernsehen zu arbeiten.So ist sie einem breiten Publikum bekannt aus Serien wie „Alphateam“, „Verbotene Liebe“ oder zuletzt als Hauptdarstellerin in der Telenovela „Rote Rosen“. Mit der Tournee-Produktion „Tod eines Handlungsreisenden“ kehrte sie im vergangenen Jahr auf die Bühne zurück.

André Mumot

Autor und Sprecher

André Mumot ist promovierter Kulturwissenschaftler, Autor, Literaturübersetzer, Journalist und lebt in Berlin. 
Seit 2008 übersetzt André Mumot Romane, Jugend- und Sachbücher aus dem Englischen ins Deutsche. Für seine Übersetzung des bei Hanser erschienenen Romans Wunder wurde André Mumot mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2014 ausgezeichnet. 2016 erschien sein Debütroman Muttertag bei Eichborn.

Pressestimmen zu "Geisternächte"

Lustvoll streicht Mumot mit seinen Hauptfiguren durch das Berlin der Moderne und lässt sie gleichzeitig in archaische Höllenschlunde blicken. Statt auf ausgetretenen Genrepfaden zu laufen, mixt er nonchalant Schauerstück, Familiendrama und Momentaufnahme der zunehmend populistischen Gesellschaft mit nostalgischer Prosa, was berührend und kunstvoll gelingt. Und skurril ist, wenngleich einem das Lachen im Halse stecken bleibt. 

(Bücher-Magazin)

In einem Land, in dem Gewalt und soziale Verwahrlosung, in dem Rechtsextremismus, Hass und Intoleranz zum Alltag gehören, schreibt der deutsche Schriftsteller und Übersetzer Mumot dagegen an und verleiht so denen Gehör, die sonst keine Stimme haben. Eine spannende, brutale, literarische Mischung aus Friedrich Ani und Neil Gaiman – ebenso düster wie schmerzhaft. 

(Karla Paul, WDR, Bücher-Alarm)

Der Roman ist politisch hochaktuell und bezieht klar Stellung – Flüchtlingskrise, Demagogen, der Rechtsruck in der Gesellschaft, prekäre Milieus und Homophobie werden von Mumot klug in die Geschichte eingewoben. Aber vor allem: Diese Sprache! Selten habe ich solch schöne, ja lyrische, poetische Worte gelesen. Eine Erzählstimme, die sich in jede Synapse meines Hirns geschlichen hat. Ein poetisches Meisterwerk. 

(Florian Valerius, Lëtzeburger Journal)